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Bewegung bedeutet für Brigitte S. nicht einfach nur Spaß – sie ist für die gelernte Werbekauffrau aus Berlin geradezu Verpflichtung. Frau S. ist an Typ-2-Diabetes erkrankt, und als solche steht sie unter einem strengen Diktat der Mediziner. Menschen mit der Stoffwechselstörung, so weiß die Forschung, sollen sich gesund ernähren und regelmäßig Sport treiben. Nehmen sie auf diese Weise ab, bekommen sie oft ihren krankhaft erhöhten Blutzucker in den Griff. Etwa die Hälfte aller Typ-2-Diabetiker könnte bei derartigem Wohlverhalten ohne Medikamente auskommen. Doch vielen fällt das extrem schwer – auch Brigitte S.
Ein Stück Käsetorte hab ich mir gegönnt“, gesteht Bär- bel Siebott und lächelt dabei verschmitzt aus ihren freundlichen Augen. „Aber das war die einzige Sünde am Wochenende!“ Kerzengerade sitzt die 64-Jährige jetzt vorn auf einer Stuhlkante im Aufnahmezimmer der Diabetes-Spezialklinik in Berlin-Charlottenburg. Mit Schwung zieht die Rentnerin ihr Blutzuckertageheft aus der Handtasche und gibt es einer Pflegerin. Diese liest murmelnd mit russischem Akzent vor, was Siebott darin notiert hat: zwölf zusätzliche Einheiten Insulin für den Kuchen, Blutdruck normal, Blutzucker stark schwankend. Alles wie immer.
Fröhlich hat Osteoporose. Mit ihm leiden acht Millionen Deutsche an Knochenschwund. Ärzte übersahen die schleichende Erkrankung nach dem ersten Wirbelbruch, gilt sie doch häufig noch als Leiden der Frau nach den Wechseljahren. Dabei zählt immerhin jeder fünfte Betroffene zum „starken Geschlecht“. „Nach der ersten Wirbelfrak- tur hätte man nach der Ursache suchen
müssen“, ärgert sich Lorenz Hofbauer, Osteoporose-Spezialist vom Uniklinikum Dresden. „Oft landen Patienten nach einem frischen oder älteren unbehandelten Bruch bei unklarem Rückenschmerz mit Verdacht auf eine Depression beim Psychiater.“ Der eigentlichen Ursache werde dann nicht weiter nachgegangen. Medikamente und damit ein wirksamer Schutz blieben vielen Patienten mit Osteoporse verwehrt.
In Zeiten von mehr chronisch Kranken und weniger Ärzten gilt die Telemedizin als Technologie der Zukunft. Experten prognostizieren ein jährliches Umsatzwachstum von durchschnittlich zehn Prozent. Die Idee ist bei allen Projekten die gleiche: Medizinische Daten werden über das Internet an ein telemedizinisches Zentrum gesendet. Spezialisten dort rufen die Werte ab und können so viele Patienten gleichzeitig betreuen, Diagnosen stellen, Operationen planen und sich austauschen.
Herzinsuffizienz ist eine dramatische Diagnose – denn ein Patentrezept dagegen gibt es nicht. Spezielle „Herzschwestern“ sowie Fortschritte bei Medikamenten und der Gentherapie machen den Patienten nun endlich Hoffnung.
Sie sind vergleichsweise zart, und doch tragen sie uns durch Leben. Hier finden Sie Fitness- und Wohlfühl-Tipps, damit Füße in Bestform bleiben und den enormen Kraftakt locker bewältigen.




